Historische Feldtag 2015: Artikel in der Presse

„Meine Kinder sollen doch mal sehen, wie früher Landwirtschaft betrieben wurde“ so hieß es bei Jörg Heydt, einem der vier Feldtag-Initiatoren. Zusammen mit Frank Stumm, Andreas Gerhardt und Patrick Schaab hauchten sie dieser Idee Leben ein. Sie wollten die Maschinen vorführen, mit ihnen arbeiten und die Historie aufblühen lassen. Das war vor einem Jahr und wurde zu einem überraschend großen Erfolg, der am 24.August 2015 auf dem Berschweilerer Sportplatzgelände seine Fortsetzung fand.
Zur Vorbereitung des Historischen Feldtages betrieben die Initiatoren erheblichen Aufwand. Zielsicher suchten sie zum Beispiel den Mähdrescher Bautz T600 mit Sackstand im Internet und ergänzten so ihre Sammlung. Jede Menge Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen waren erforderlich.
Tatkräftig in der Programmfolge unterstützt wurden die vier hauptamtlichen Feldtag-Landwirte von ca. 20 weiteren Personen.

Allen voran Anna Jaschok, die Kaltblut Tom vor den Pflug oder den Leiterwagen spannte und damit die Zeit um 60 bis 70 Jahre zurückdrehte. Traktoren der vergangenen Jahrzehnte pflügten mit Ein- und Zweischarpflug, grubberten, mähten Grünfutter mit Mähbalken und Balkenmäher, wendeten Heu, fuhren es zusammen mit dem Sternradwender (Spinne) oder dem Schubrechenwender (Polyp-Hagedorn). Da wurden Bulldogs/Traktoren vor den Mähbinder (Bautz) gespannt, die Garben wurden aufgestellt und mit der Dreschmaschine gedroschen. Alternativ kam auch der neu erworbene Mähdrescher zum Einsatz. Eine Hochdruckballenpresse presste Strohballen, die vollen Getreidesäcke fanden auf dem Erntewagen Platz. Die Schlepperfreunde und Aussteller aus Heimweiler, Hirschfeld, Kastellaun, Limbach, Merxheim, Meddersheim, Simmertal gaben mit ihren ausgestellten Traktoren und Maschinen weitere Einblicke in vergangene landwirtschaftliche Zeiten. Landwirte aus Bergen und Berschweiler präsentierten im Gegenzug zu den historischen Teilen top-aktuelle Landmaschinen. Der technische Fortschritt der letzten Jahrzehnte ist enorm und viele kamen aus dem Staunen nicht heraus. Ein Tageshighlight war die Kartoffelernte. Mit dem Samro-Vorrats- und einem Schwingsiebroder wurden die Kartoffeln „ausgemacht“. „Wie die Möwen einem Fischkutter folgen“, so berichtete Clemens Dorn, der die Veranstaltung moderierte, stürmten die Kinder, die als Erntehelfer eingeladen waren, das Feld und lasen Kartoffeln auf, die sie mit nach Hause nehmen durften. Da konnten die „Bauern“ gar nicht schnell genug vorankommen, um diesem Erntehelfer-Ansturm gerecht zu werden. Die Kinder hatten einen Riesenspaß. Ihnen gefielen auch Heutraktor und Schwalbenhof-Streichelzoo mit Wollschweinen und Kälbchen und die Springburg.

Text auch in der Dorfschelle 36/2015

Das Morgenprogramm eröffneten die Jagdhornbläser Kirn/Hellberg. Hubert Paal, der Ortsbürgermeister der Gemeinde, freute sich, die zahlreichen Besucher zu dieser nicht alltäglichen Veranstaltung in dem beschaulichen Berschweiler begrüßen zu dürfen. Das Programm stellte das Organisationsteam zusammen (Jörg Heydt, Frank Stumm, Patrick Schaab, Andreas Gerhardt). Anna Jaschok zeigte mit Kaltblut Tom die Arbeit mit dem Pferd, zwanzig weitere Helfer aus Berschweiler und anderen Gemeinden führten ebenfalls Landarbeiten anno dazumal vor. Die Interessengemeinschaft „Historischer Feldtag“ (Gesangverein, Landfrauen und Sportverein Berschweiler, Landgasthaus Schmidthöfer, Demeterbetrieb Schwalbenhof e.V. und Andere) unterstützte die Veranstaltung und kümmerte sich um die Bewirtung. Hand in Hand arbeiteten alle Teams miteinander. Viele Kuchenbäcker aus Berschweiler, einige auch aus Nachbargemeinden, spendeten fürs Kuchenbuffet. Frischer Hefekuchen wurde von einer Gruppe noch am Sonntagmorgen gemeinsam gebacken. Die Strohrestaurant-Belegschaft hatte sich sogar einheitliche Kleidung genäht. Jede Menge Arbeit steckte schon in der Vorbereitung. Nur so war es möglich, die ca. 1.500 Gäste in dem kleinen Dorf bewirten zu können. Für die Moderation des Tagesprogramms wurde Landwirt Clemens Dorn eingespannt, der wunderbar alle Arbeitsgänge fachmännisch erklärte und das Publikum informierte.
Wunderbares Wetter, Zelte und Strohrestaurant mit Rundballen-Stehtischen zum Verweilen, leckeres Essen, ein abwechslungsreiches, vielfältiges Programm, begeisterte Gäste und die spürbare Teamarbeit machten den Historischen Feldtag zu einer sehr gelungenen Veranstaltung, auf die ein so kleines Dorf wie Berschweiler stolz sein kann. Dafür ein großes Lob und herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen. Ohne sie hätte die Veranstaltung nicht stattfinden können.

Text auch in der Dorfschelle 36/2015

Feldtag Groß und Klein hatten ihren Spaß

„Ich wollte, dass meine Kinder sehen, wie früher Landwirtschaft betrieben wurde“, so begründet Jörg Heydt seine Entscheidung, einen Historischen Feldtag in Berschweiler bei Kirn ins Leben zu rufen. Zusammen mit den drei weiteren Initiatoren Frank Stumm, Andreas Gerhardt und Patrick Schaab erarbeitete er im vergangenen Jahr ein Konzept. Sie wollten alte Maschinen vorführen, mit ihnen arbeiten und die Historie aufblühen lassen. Der erste Historische Feldtag im Jahre 2014 wurde zu einem überraschend großen Erfolg – was am vergangenen Sonntag seine Fortsetzung fand.

Das Morgenprogramm eröffneten die Jagdhornbläser Kirn/Hellberg. Hubert Paal, der Ortsbürgermeister der Gemeinde, freute sich, die zahlreichen Besucher zu dieser nicht alltäglichen Veranstaltung im beschaulichen Berschweiler begrüßen zu dürfen.

Zur Vorbereitung des Historischen Feldtages betrieben die Initiatoren erheblichen Aufwand. Zielsicher suchten sie zum Beispiel den Mähdrescher Bautz T600 mit Sackstand im Internet und ergänzten so ihre Sammlung. Jede Menge Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen waren erforderlich. Dafür zollte Paal den Männern großen Respekt. Die Interessengemeinschaft Historischer Feldtag, die aus Berschweilerer Ortsvereinen, dem Landgasthaus Schmidthöfer, dem Demeterbetrieb Schwalbenhof und anderen besteht, unterstützte die Veranstaltung und kümmerte sich um die Bewirtung. Schon die Vorbereitung bedeutete für die Helfer viel Arbeit. Hand in Hand arbeiteten alle Teams miteinander. Nur so war es möglich, die circa 1500 Gäste in dem kleinen Dorf bewirten zu können. In Gruppenarbeit backten die Helfer in den frühen Morgenstunden unzählige Hefekuchen und nähten einheitliche Kleidung.

Tatkräftig in der Programmfolge unterstützt wurden die vier hauptamtlichen Feldtaglandwirte von rund 20 weiteren Personen. Allen voran Anna Jaschok, die Kaltblut Tom vor den Pflug oder den Leiterwagen spannte und damit die Zeit um 60 bis 70 Jahre zurückdrehte. Traktoren der vergangenen Jahrzehnte pflügten mit Ein- und Zweischarpflug, grubberten, mähten Grünfutter mit Mähbalken und Balkenmäher, wendeten Heu und fuhren es mit dem Sternradwender (Spinne) oder dem Schubrechenwender (Polyp-Hagedorn) zusammen. Da wurden Bulldogs vor den Mähbinder (Bautz) gespannt, die Garben wurden aufgestellt und mit der Dreschmaschine gedroschen.

Alternativ kam auch der neu erworbene Mähdrescher zum Einsatz. Eine Hochdruckballenpresse presste Strohballen, die vollen Getreidesäcke fanden auf dem Erntewagen Platz. Für die Moderation des Tagesprogramms wurde Landwirt Clemens Dorn eingespannt, der dem Publikum alle Arbeitsgänge fachmännisch und interessant erklärte. Einer der Höhepunkte des Tages war für ihn die Kartoffelernte.

Mit dem Samro-Vorrats- und einem Schwingsiebroder wurden die runden Knollen „ausgemacht“. Die Kinder, die als Erntehelfer eingeladen waren, stürmten begeistert auf das Feld und lasen Kartoffeln auf, die sie mit nach Hause nehmen durften. „Das erinnert mich an Möwen, die sich auf einen Fischkutter stürzen“, lachte Dorn. Da kamen die „Bauern“ gar nicht schnell genug voran, um diesem Ansturm der Erntehelfer gerecht zu werden. Die Kinder hatten einen Riesenspaß. Ihnen gefielen auch die Springburg, der Heutraktor und der Schwalbenhof-Streichelzoo mit Wollschweinen und Kälbchen.

Die Schlepperfreunde aus Heimweiler, Hirschfeld, Kastellaun, Limbach, Merxheim, Meddersheim und Simmertal gaben mit ihren Traktoren und Landmaschinen weitere Einblicke in vergangene landwirtschaftliche Zeiten. Landwirte aus Bergen und Berschweiler präsentierten im Gegenzug zu den historischen Fahrzeugen topaktuelle landwirtschaftliche Geräte. Der technische Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte ist enorm, viele kamen aus dem Staunen nicht heraus. Wunderbares Wetter, das originelle Strohrestaurant mit den runden Strohstehtischen, leckeres Essen, ein buntes Programm und begeisterte Gäste machten den Historischen Feldtag erneut zu einer sehr gelungenen Veranstaltung.

2cec005735bb05d5_foto
Nahe Zeitung vom Donnerstag, 27. August 2015, Seite 19

Besonders die alten Maschinen kamen gut an

Rund 1500 Besucher haben am Sonntag den Zweiten Historischen Feldtag in Berschweiler bei Kirn besucht. Bestaunt werden konnten alte landwirtschaftliche Maschinen, die nach jahrzehntelangen Ruhepausen mal wieder zum Einsatz kamen. Da wurden bei so manchem Besucher Erinnerungen wach, und viele junge Menschen waren überrascht, wie mühselig der Erwerb des täglichen Brots damals vonstatten ging. Nach einem herrlichen Sommertag kam der angekündigte Regen pünktlich zum Ende der Vorführungen. Pitschnass, aber glücklich über das gute Gelingen kehrten die Veranstalter nach den Aufräumarbeiten nach Hause zurück. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Nahe Zeitung vom Dienstag, 25. August 2015, Seite 11

Erlebnis: Es wird Getreide geerntet wie anno dazumal

Mitten in den Vorbereitungen stecken die „historischen Landwirte“ Patrick Schaab, Jörg Heydt, Andreas Gerhardt und Frank Stumm. Zum zweiten Mal wird in Berschweiler der HistorischeFeldtag veranstaltet. Für Sonntag, 23. August 2015, werden alte Maschinen aus den Schuppen geholt, gecheckt und instand gesetzt, überholt, geschmiert, geölt, lackiert sowie getestet. Ein erster Kartoffeltestlauf fand schon einmal statt: Die Kartoffeln wurden gedämpft und mit Biokräuterquark serviert. Für den Historischen Feldtag wurde ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

Um 10 Uhr geht es los mit der Getreideernte: Mit dem Mähbinder (Bautz) wird Getreide gemäht, danach werden die Garben aufgestellt und mit Pferd und Leiterwagen verladen. Ab 10.30 Uhr wird wieder Getreide gemäht und anschließend mit dem Mähdrescher (Bautz T 600) mit Sackstand gedroschen. Danach werden die vollen Getreidesäcke auf den Erntewagen geladen und ab 10.45 Uhr werden die geladenen Garben mit der Dreschmaschine gedroschen und mit der Hochdruckballenpresse zu Strohballen verarbeitet.

Um 11.05 Uhr wird mithilfe eines Pferds gepflügt: Dazu werden ein Einscharpflug mit Vorderwagen und historische Traktoren und Schlepper mit Ein- und Zweischarpflug genutzt. Obendrein wird gezeigt, wie man mit Mähbalken und Balkenmäher Grünfutter für die Tiere mäht.

Um 11.40 Uhr beginnt dann die Kartoffelernte: Die Kartoffeln werden mit dem Samro-Vollernter und dem Schwingsiebroder aus der Erde geholt. Ab 12.10 Uhr dürfen die Zuschauer mithelfen, die Kartoffeln in Körbe und Säcke aufzulesen. Im Anschluss wird der Acker mit historischen Maschinen und neuen Großmaschinen gepflügt. Ab 12.30 Uhr wird sich bei einer Mittagspause gestärkt, bevor es um 13.30 Uhr im Programm weitergeht. Dann wird vorgeführt, wie eine Steinraffmaschine arbeitet.

Ab 13.45 Uhr beginnt erneut eine Getreideernte, doch dieses Mal wird das Getreide mit dem Sternradwender (Spinne) oder Schubrechenwender (Polyp-Hagedorn) gewendet und zusammengefahren. Um 14.15 Uhr erfolgt das Verladen der Garben mit Pferd und Leiterwagen, ab 14.35 Uhr wird das Getreide gemäht und mit dem Mähdrescher (Bautz T 600) mit Sackstand gedroschen, danach werden die vollen Getreidesäcke auf den Erntewagen geladen und ab 14.50 Uhr die geladenen Garben mit der Dreschmaschine gedroschen und mit der Hochdruckballenpresse zu Strohballen gepresst. Um 15.10 Uhr geht es dann erneut auf den Kartoffelacker, wo nach der Ernte, ab 15.40 Uhr die Kartoffeln zusammen mit den Zuschauern ausgegraben werden. Wer es zuvor verpasst hat, kann ab 16 Uhr beim Pflügen mit dem Pferd und historischen Traktoren dabei sein, ab 16.30 Uhr werden dann die restlichen Garben mit der Dreschmaschine gedroschen und zu Strohballen gepresst. Der HistorischeFeldtag endet voraussichtlich um 17.30 Uhr.

Das Arbeiten auf dem Acker mit dem Pferd wird je nach Möglichkeit zwischendurch mehrfach vorgeführt, teilen die Veranstalter mit. Auch seien Änderungen im zeitlichen Ablauf sowie ergänzende Arbeiten mit historischen Maschinen von Gastmitwirkenden möglich und werden nach Möglichkeit in das Programm eingefügt.

Das Foto entstand beim Kartoffeltestlauf und zeigt drei der vier „historischen Landwirte“: Patrick Schaab (von links), Jörg Heydt und Andreas Gerhardt. Sie befinden sich im Hof von Frank Stumm, dem vierten im Bunde.

Hier finden sie den Programmablauf des Historischen Feldtages 2015.

Programmablauf Feldtag 2015

Kartoffel steht im Mittelpunkt

Der zweite Feldtag in Berschweiler am Sonntag, 23. August – um 10 Uhr beginnend – wirft seine Schatten voraus. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Felder für die Vorführungen sind angemäht, um einen reibunglosen Ablauf zu gewährleisten, damit die vielen Gäste, die erwartet werden, einen Tag in der Vergangenheit erleben, und dabei eintauchen können in eine Landwirtschaft wie zu Großelterns Zeiten.
Am letzten Wochenende wurden mit einem alten Bautz-Mähdrescher mit seitlichem Sackstand die Felder angemäht. Dieser Mähdrescher war vor 50 Jahren in Deutschland sehr verbreitet. Die meisten dieser Maschinen wurden über die Jahre mit einem Korntank versehen, um das Getreide lose auf einen Anhänger zu verladen. Mittlerweile sind die meisten schon ein Opfer des Schrotthändlers geworden.
Der Veranstalter hat bei der Suche nach solch einem Mähdrescher darauf geachtet, dass dieser noch im Originalzustand und ohne Körnertank, also nur mit Sackstand, ist. Ein Bautz T 600 Mähdrescher war schnell gefunden. In Vorbereitung auf den zweiten Feldtag wurde jetzt der erste Getreideertrag ordnungsgemäß beim Landhandel Werner in Kirn wie vor 50 Jahren in Säcken angeliefert.
Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr aber auf der Kartoffelernte. Im Frühjahr wurden Kartoffeln gelegt und bis zum Feldtag erntereif gehegt und gepflegt. Diese werden mit dem Samro-Vollernter, sowie mit einem Siebroder zum Auflesen in Körbe und Säcke geerntet.
Hier hoffen die Veranstalter auf tatkräftige Unterstützung der Zuschauer, die dann auch einen Einblick in die Kartoffelernte in früherer Zeit bekommen. Es werden verschiedenste Maschinen zur Kartoffelernte vorgeführt wie auch ausgestellt.
Eine weitere Attraktion wird das Kartoffelkochen in großen Kesseln sein, welche zum Verzehr mit Quark oder Salz serviert werden. Auch in diesem Jahr werden wieder die Ackerbearbeitung vom Pflügen mit dem Pferd und kleinen alten Traktoren bis hin zum großen, modernen Ackergerät vorgeführt. Getreide mähen mit dem Mähbinder, Dreschen mit der Dreschmaschine und Bautz-Mähdrescher, sowie das Pressen des Strohs mit der Hochdruckpresse und vieles mehr werden vorgeführt. Neben einer Ausstellung historischer Schlepper gibt es für die kleinen Gäste einen Streichelzoo. Die Vorführung historischer Maschinen wird aber im Mittelpunkt stehen.
Es werden sich wieder rund 50 Helferinnen und Helfer aus den drei Ortsvereinen Sportverein, Gemischter Chor und Landfrauen um das Organisationsteam Andreas Gerhardt, Jörg Heydt, Patrick Schaab und Frank Stumm scharen. Ein großes Anliegen des Veranstalters ist es, Maschinen und Geräte nicht nur auszustellen, sondern auch in ihrer Funktion zu erklären und vorzuführen. Jeder der noch einen alten Traktor besitzt, ist herzlich eingeladen, diesen auszustellen oder auch mit einem Ackergerät vorzuführenn, Telefon 0175-2091591 oder 0170-9639292, www.feldtag.org.

Nahe Zeitung vom Dienstag, 11. August 2015, Seite 17 _foto

Dorfschelle 2015/34

Feldtag   Es werden viele Besucher erwartet

Der zweite Historische Feldtag in Berschweiler beginnt am Sonntag, 23. August, um 10 Uhr und wirft schon jetzt seine Schatten voraus. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Die Felder für die Vorführungen sind angemäht, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die vielen Gäste, die erwartet werden, sollen einen Tag in der Vergangenheit erleben, und dabei eintauchen können in eine Landwirtschaft wie zu den Zeiten der Großeltern.

Mit einem alten Bautz-Mähdrescher samt seitlichem Sackstand wurden am Wochenende die Felder angemäht. Dieser Mähdrescher war vor 50 Jahren in Deutschland weit verbreitet. Die meisten dieser Maschinen wurden über die Jahre mit einem Korntank versehen, um das Getreide lose auf einen Anhänger zu verladen. Mittlerweile sind die meisten schon ein Opfer des Schrotthändlers geworden.

Der Veranstalter hat bei der Suche nach solch einem Mähdrescher darauf geachtet, dass dieser noch im Originalzustand und ohne Körnertank, also nur mit Sackstand, ist. Dieser wurde in wochenlanger Arbeit mit großen Mengen Maschinenöl wieder instand gesetzt. Der Bautz T 600 Mähdrescher war früher in Berschweiler bei mehreren landwirtschaftlichen Betrieben im Einsatz. In Vorbereitung auf den Historischen Feldtag wurde jetzt der erste Getreideertrag ordnungsgemäß beim Landhandel Werner in Kirn wie vor 50 Jahren in Säcken angeliefert. Auch Garben wurden mit dem Bautz-Mähbinder gemäht, eingebunden und auf dem Leiterwagen zum späteren Dreschen mit der Dreschmaschine eingelagert.

Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr aber auf der Kartoffelernte. Im Frühjahr wurden Kartoffeln gelegt und bis zum Feldtag erntereif gehegt und gepflegt. Sie werden mit dem Samro-Vollernter und einem Siebroder zum Auflesen in Körbe und Säcke geerntet. Hier hoffen die Veranstalter auf tatkräftige Unterstützung der Zuschauer, die dann auch einen Einblick in die Kartoffelernte in früherer Zeit bekommen. Es werden verschiedene Maschinen zur Kartoffelernte vorgeführt und ausgestellt.

Eine weitere Attraktion wird das Kartoffelkochen in großen Kesseln sein. Die Erdäpfel werden mit Quark oder Salz serviert. Auch in diesem Jahr werden wieder die Ackerbearbeitung vom Pflügen mit dem Pferd und kleinen alten Traktoren bis hin zum großen, modernen Ackergerät vorgeführt. Getreidemähen mit dem Mähbinder, Dreschen mit der Dreschmaschine und dem Bautz-Mähdrescher sowie das Pressen des Strohs mit der Hochdruckpresse sind nur einige der Aktionen. Neben einer Ausstellung historischer Schlepper gibt es für die kleinen Gäste einen Streichelzoo. Die Vorführung historischer Maschinen wird aber im Mittelpunkt stehen. Es werden sich wieder rund 50 Helfer aus den drei Ortsvereinen Sportverein, Gemischter Chor und Landfrauen um das Organisationsteam Andreas Gerhardt, Jörg Heydt, Patrick Schaab und Frank Stumm scharen. Ein großes Anliegen des Veranstalters ist es, Maschinen und Geräte nicht nur auszustellen, sondern auch in ihrer Funktion zu erklären und vorzuführen.

Z Jeder, der noch einen alten Traktor besitzt, ist eingeladen, diesen auszustellen oder zusammen mit einem Ackergerät zu präsentieren. Hierzu wird um vorherige Anmeldung gebeten unter Telefon 0175/209 15 91 oder 0170/963 92 92 oder auf der Internetseite www.feldtag.org

Nahe Zeitung vom Dienstag, 11. August 2015, Seite 17

„Landwirtschaft anno dazumal“ wird am Sonntag, 23. August 2015 ab 10.00 Uhr anlässlich des zweiten historischen Feldtages auf dem Sportplatzgelände in Berschweiler bei Kirn vorgeführt. Jörg Heydt, Patrick Schaab, Andreas Gerhardt und Frank Stumm sind die Initiatoren und Ideen-Geber. Unterstützt werden sie bei der Umsetzung u.a. von Anna Jaschok (Arbeit mit dem Pferd) und vielen weiteren Berschweiler Bürgern.
Wie bereits im vergangenen Jahr auch, dürfen sich die Gäste auf die Vorführung der historischen landwirtschaftlichen Geräte freuen. Sie werden nicht nur gezeigt und präsentiert, sie werden zum Einsatz kommen. Alte Traktoren laufen auf den Feldern mit den dazu passenden Maschinen für z.B. Ackerbau, für die Kartoffelernte, das Heuwenden, das Getreideernten u.v.m.
Das Programm für den 23. August ist reichhaltig, nonstop sind Vorführungen geplant, können alte Maschinen und ein großer Traktorfuhrpark besichtigt werden. Ein Streichelzoo erfreut die Kinder. Die Interessengemeinschaft „Historischer Feldtag“ ist für den Ansturm der Gäste gewappnet, für Getränke und Essen ist gesorgt. Das Organisationsteam behält sich Programm-Änderungen vor. „Gutes Wetter“ ist wünschenswert, damit alle Vorführungen gelingen. Selbstverständlich werden auch in diesem Jahr alle Arbeiten entsprechend fachmännisch erläutert und erklärt. Wir sind schon ganz gespannt und freuen uns auf das Ereignis.

Feldtag Tom2015 Wagen bw

Dorfschelle 2015/34

Wie die Kartoffelernte vor 70 Jahren funktionierte, hat Edgar Kissel aus Berschweiler in seinem Buch festgehalten:

Wenn im Herbst die Männer mit den Fuhrwerken und der Saat beschäftigt waren, „begannen die Frauen damit, die Kartoffelfelder (Krumbieresticker) mit dem „Krumbierekarsch“ anzugraben, die Kartoffelernte begann.

Manche Kleinbetriebe machten die „Krumbiere“ ganz von Hand aus, manche mit dem Pflug, wobei man die Furche noch mit dem Karsch durchkratzen musste. Größere Betriebe hatten schon einen Kartoffelroder. Wir hatten eine ganz alte Kartoffelmaschine. Sie hatte fünf Auswurfgabeln, die jeweils mit einem 1,20m langen Stock versehen waren. Die Stöcke liefen oben in einem Ring umeinander auf und nieder. Sie hatten die Funktion, die Gabeln immer senkrecht zu halten. Die Roder damals warfen eine Reihe aus, welche – um nicht von der nächsten zugeschüttet zu werden – beiseite gescharrt oder alle paar Meter auf Spreiten gerafft werden musste.

Wenn eine Tagesration ausgeworfen war, konnte der Fuhrmann mit seinem Gespann wieder anderen Arbeiten nachgehen, während die restliche Familie mit dem Auflesen der Kartoffeln begann. Es wurden drei Sortimente gemacht: Dicke, Legekartoffeln und kleine bzw. beschädigte. Für das Auflesen der Letzteren waren meistens wir Kinder zuständig, ob es uns gefiel oder nicht. Hin und wieder wurde ein Feuerchen gemacht und Kartoffeln darin gebraten. Das entschädigte uns wieder für alles. Wir Kinder hatten damals vierzehn Tage Herbstferien, damit wir bei der Kartoffelernte helfen konnten, dafür waren die Sommerferien kürzer als heute. Die Kartoffel war ein Hauptnahrungsmittel und nebenbei noch ein Hauptfuttermittel für die Schweinemast. Die kleinen Kartoffeln wurden an die Schweine verfüttert, man kochte sie in einem großen Kessel mit eigener Feuerung und zerstampfte sie. Viele Betriebe hatten ein Kartoffelsilo, dann kam im Herbst die Dämpfkolonne vom Raiffeisen und die kleinen und Futterkartoffeln wurden eingedämpft und so konserviert und haltbar gemacht.“

Der Historische Feldtag findet statt am 23. August 2015 in Berschweiler bei Kirn.

In Berschweiler stecken die „historischen Landwirte“ in den Vorbereitungen des Historischen Feldtages, der am 23.August 2015 zum zweiten Mal veranstaltet wird. Die alten Maschinen werden aus den Schuppen geholt, gecheckt, repariert und instand gesetzt, überholt, geschmiert, geölt, lackiert, getestet usw. Ein erster Kartoffel-Testlauf fand schon einmal statt und die Kartoffeln wurden „gedämpft“ und mit Bio-Kräuterquark serviert.

Wie die Kartoffelernte vor 70 Jahren funktionierte, hat Edgar Kissel aus Berschweiler in seinem Buch festgehalten:

Wenn im Herbst die Männer mit den Fuhrwerken und der Saat beschäftigt waren, „begannen die Frauen damit, die Kartoffelfelder (Krumbieresticker) mit dem „Krumbierekarsch“ anzugraben, die Kartoffelernte begann.
Manche Kleinbetriebe machten die „Krumbiere“ ganz von Hand aus, manche mit dem Pflug, wobei man die Furche noch mit dem Karsch durchkratzen musste. Größere Betriebe hatten schon einen Kartoffelroder. Wir hatten eine ganz alte Kartoffelmaschine. Sie hatte fünf Auswurfgabeln, die jeweils mit einem 1,20m langen Stock versehen waren. Die Stöcke liefen oben in einem Ring umeinander auf und nieder. Sie hatten die Funktion, die Gabeln immer senkrecht zu halten. Die Roder damals warfen eine Reihe aus, welche – um nicht von der nächsten zugeschüttet zu werden – beiseite gescharrt oder alle paar Meter auf Spreiten gerafft werden musste.
Wenn eine Tagesration ausgeworfen war, konnte der Fuhrmann mit seinem Gespann wieder anderen Arbeiten nachgehen, während die restliche Familie mit dem Auflesen der Kartoffeln begann. Es wurden drei Sortimente gemacht: Dicke, Legekartoffeln und Kleine bzw. Beschädigte. Für das Auflesen der Letzteren waren meistens wir Kinder zuständig, ob es uns gefiel oder nicht. Hin und wieder wurde ein Feuerchen gemacht und Kartoffeln darin gebraten. Das entschädigte uns wieder für alles. Wir Kinder hatten damals vierzehn Tage Herbstferien, damit wir bei der Kartoffelernte helfen konnten, dafür waren die Sommerferien kürzer als heute. Die Kartoffel war ein Hauptnahrungsmittel und nebenbei noch ein Hauptfuttermittel für die Schweinemast. Die kleinen Kartoffeln wurden an die Schweine verfüttert, man kochte sie in einem großen Kessel mit eigener Feuerung und zerstampfte sie. Viele Betriebe hatten ein Kartoffelsilo, dann kam im Herbst die Dämpfkolonne vom Raiffeisen und die kleinen- und Futterkartoffeln wurden eingedämpft und so konserviert und haltbar gemacht.“

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann schauen Sie am 23. August 2015 einfach mal in Berschweiler bei Kirn vorbei. Landwirtschaftliche Schwerstarbeit wird vorgeführt, wie anno dazumal. Gerätschaften von Früher werden in Betrieb genommen. Ein Einblick in die mühselige Arbeit unserer Eltern und Großeltern wird den Gästen geboten. Die Kinder sind eingeladen, bei der Kartoffelernte auf einem „Samro“ zu helfen. Mittagessen, Getränke, Kaffee und Kuchen haben die Veranstalter für die Besucher organisiert. Die Organisatoren des Historischen Feldtages freuen sich die Maschinen wieder zahlreichen Gästen vorführen zu dürfen.

Das Foto entstand beim “Kartoffel-Testlauf” und zeigt drei der vier “historischen Landwirte” .  Links Patrick Schaab, im Hintergrund Jörg Heydt und rechts Andreas Gerhardt im Hof von Frank Stumm, “historischer Landwirt” Nr. 4.

In Berschweiler stecken die „historischen Landwirte“ in den Vorbereitungen des Historischen Feldtages, der am 23. August 2015 zum zweiten Mal veranstaltet wird. Die alten Maschinen werden aus den Schuppen geholt, gecheckt, repariert und instand gesetzt, überholt, geschmiert, geölt, lackiert, getestet usw. Ein erster Kartoffel-Testlauf fand schon einmal statt und die Kartoffeln wurden „gedämpft“ und mit Bio-Kräuterquark serviert.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann schauen Sie am 23. August 2015 einfach mal in Berschweiler bei Kirn vorbei. Landwirtschaftliche Schwerstarbeit wird vorgeführt, wie anno dazumal. Gerätschaften von früher werden in Betrieb genommen. Ein Einblick in die mühselige Arbeit unserer Eltern und Großeltern wird den Gästen geboten. Die Kinder sind eingeladen, bei der Kartoffelernte auf einem „Samro“ zu helfen. Mittagessen, Getränke, Kaffee und Kuchen haben die Veranstalter für die Besucher organisiert. Die Organisatoren des Historischen Feldtages freuen sich, die Maschinen wieder zahlreichen Gästen vorführen zu dürfen.

In Berschweiler findet am Sonntag, 23. August 2015 der zweite Historische Feldtag statt. Wie im vergangenen Jahr werden historische Schlepper und Landmaschinen präsentiert und im Arbeitseinsatz vorgeführt. Auf dem Programm steht unter anderem die Kartoffelernte. Die Kartoffeln für den Feldtag haben die Organisatoren jüngst gesetzt. Sie werden im August ausgemacht, im Kessel gegart und den Besuchern mit Quark serviert. Das Organisationsteam, bestehend aus Jörg Heydt, Patrick Schaab, Andreas Gerhardt und Frank Stumm, investiert viel Zeit und Arbeit in die Instandsetzung der alten Gerätschaften. Die Männer haben Spaß daran, die Landwirtschaft in der Kriegs- und Nachkriegszeit lebendig werden zu lassen. Die Besucher erleben echte Pferdestärken am Pflug, einen Mähbinder im Einsatz und die Dreschmaschine. Unter anderem wird ein alter Mähdrescher auf dem Feld zu sehen sein.

Print Friendly, PDF & Email