Erlebnis: Es wird Getreide geerntet wie anno dazumal

Mitten in den Vorbereitungen stecken die „historischen Landwirte“ Patrick Schaab, Jörg Heydt, Andreas Gerhardt und Frank Stumm. Zum zweiten Mal wird in Berschweiler der HistorischeFeldtag veranstaltet. Für Sonntag, 23. August 2015, werden alte Maschinen aus den Schuppen geholt, gecheckt und instand gesetzt, überholt, geschmiert, geölt, lackiert sowie getestet. Ein erster Kartoffeltestlauf fand schon einmal statt: Die Kartoffeln wurden gedämpft und mit Biokräuterquark serviert. Für den Historischen Feldtag wurde ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

Um 10 Uhr geht es los mit der Getreideernte: Mit dem Mähbinder (Bautz) wird Getreide gemäht, danach werden die Garben aufgestellt und mit Pferd und Leiterwagen verladen. Ab 10.30 Uhr wird wieder Getreide gemäht und anschließend mit dem Mähdrescher (Bautz T 600) mit Sackstand gedroschen. Danach werden die vollen Getreidesäcke auf den Erntewagen geladen und ab 10.45 Uhr werden die geladenen Garben mit der Dreschmaschine gedroschen und mit der Hochdruckballenpresse zu Strohballen verarbeitet.

Um 11.05 Uhr wird mithilfe eines Pferds gepflügt: Dazu werden ein Einscharpflug mit Vorderwagen und historische Traktoren und Schlepper mit Ein- und Zweischarpflug genutzt. Obendrein wird gezeigt, wie man mit Mähbalken und Balkenmäher Grünfutter für die Tiere mäht.

Um 11.40 Uhr beginnt dann die Kartoffelernte: Die Kartoffeln werden mit dem Samro-Vollernter und dem Schwingsiebroder aus der Erde geholt. Ab 12.10 Uhr dürfen die Zuschauer mithelfen, die Kartoffeln in Körbe und Säcke aufzulesen. Im Anschluss wird der Acker mit historischen Maschinen und neuen Großmaschinen gepflügt. Ab 12.30 Uhr wird sich bei einer Mittagspause gestärkt, bevor es um 13.30 Uhr im Programm weitergeht. Dann wird vorgeführt, wie eine Steinraffmaschine arbeitet.

Ab 13.45 Uhr beginnt erneut eine Getreideernte, doch dieses Mal wird das Getreide mit dem Sternradwender (Spinne) oder Schubrechenwender (Polyp-Hagedorn) gewendet und zusammengefahren. Um 14.15 Uhr erfolgt das Verladen der Garben mit Pferd und Leiterwagen, ab 14.35 Uhr wird das Getreide gemäht und mit dem Mähdrescher (Bautz T 600) mit Sackstand gedroschen, danach werden die vollen Getreidesäcke auf den Erntewagen geladen und ab 14.50 Uhr die geladenen Garben mit der Dreschmaschine gedroschen und mit der Hochdruckballenpresse zu Strohballen gepresst. Um 15.10 Uhr geht es dann erneut auf den Kartoffelacker, wo nach der Ernte, ab 15.40 Uhr die Kartoffeln zusammen mit den Zuschauern ausgegraben werden. Wer es zuvor verpasst hat, kann ab 16 Uhr beim Pflügen mit dem Pferd und historischen Traktoren dabei sein, ab 16.30 Uhr werden dann die restlichen Garben mit der Dreschmaschine gedroschen und zu Strohballen gepresst. Der HistorischeFeldtag endet voraussichtlich um 17.30 Uhr.

Das Arbeiten auf dem Acker mit dem Pferd wird je nach Möglichkeit zwischendurch mehrfach vorgeführt, teilen die Veranstalter mit. Auch seien Änderungen im zeitlichen Ablauf sowie ergänzende Arbeiten mit historischen Maschinen von Gastmitwirkenden möglich und werden nach Möglichkeit in das Programm eingefügt.

Das Foto entstand beim Kartoffeltestlauf und zeigt drei der vier „historischen Landwirte“: Patrick Schaab (von links), Jörg Heydt und Andreas Gerhardt. Sie befinden sich im Hof von Frank Stumm, dem vierten im Bunde.

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